Unterrichtskonzepte

Morgenarbeit

Mehrmals in der Woche findet in den Klassen die Morgenarbeit statt. Hierbei handelt es sich um eine Freiarbeitsphase, in der die Kinder an individuellen Aufgabenstellungen arbeiten, die sie sich, angeleitet durch die Lehrperson, selbst suchen. Neben diversen Freiarbeitsmaterialien, die sich in jedem Klassenraum befinden, stellen die Lehrpersonen individuelle Arbeitshefte zusammen oder geben Teile der normalen Arbeitsmaterialien für die Morgenarbeit frei. In dieser Freiarbeitsphase kann bestmöglich auf die Heterogenität der Schülerschaft eingegangen werden.

Mathematik

Wenn Ihr Kind in die Schule kommt, werden Sie feststellen, dass sich vieles im Vergleich zu Ihrer eigenen Schulzeit verändert hat.

Eines ist geblieben: Im Mathematikunterricht lernen die Kinder rechnen ( im 1. Schuljahr im Zahlenraum bis 20,  im 2. Schuljahr bis 100, im 3. Schuljahr bis 1000 und  im 4. Schuljahr bis 1 Million und darüber hinaus).

Wir halten es für unverzichtbar, dass die Kinder Freude an der Mathematik entwickeln. Sie sollen einerseits durch sie ihre Umwelt erschließen, d.h. erkennen, welche Bedeutung Zahlen in ihrem Leben haben. Andererseits sollen sie Interesse für die Regelhaftigkeit der Mathematik entwickeln. Dazu bieten wir den Kindern ein vielfältiges Lernangebot, das sie zu eigenem Denken, zu Lernen auf eigenen Wegen anregt. Zentrale Themen (z.B. das Einspluseins), werden in mehreren Durchgängen in immer neuen Zusammenhängen aufgegriffen und neu erschlossen. Üben spielt hier eine ganz wichtige Rolle. Die Übungsformen können oftmals von den Schülern selbst weiterentwickelt werden.

Aus guten Gründen ist auch die Geometrie ein wichtiger Bestandteil des Mathematikunterrichts. Es ist heute wichtiger denn je, die Vorstellungskraft und das räumliche Vorstellungsvermögen zu schulen. Reelle geometrische Grunderfahrungen (Wege und Lagebeziehungen, Verkehrszeichen,  Spiegelbilder, geometrische Formen in der Kunst, …) werden in den Unterricht einbezogen.

Deutsch

Das Konzept Richtig Schreiben lernen von Norbert Sommer-Stumpenhorst beschreibt eine Methode für den Anfangs- und Rechtschreibunterricht, die es Kindern ermöglicht, weitgehend selbstständig Lesen, Schreiben und die Rechtschreibung zu erlernen. Es handelt sich dabei um einen systematisch aufgebauten Lehrgang, der leistungsstarken wie auch langsam lernenden Kindern ein individuelles Lerntempo ermöglicht und sie zur selbstständigen Arbeit anleitet. Von Anfang an erlernen die Kinder zielorientierte Arbeitstechniken, die ihnen das Lesen- und Schreibenlernen erleichtern und individuelle Lernfortschritte zulassen.  Die individuelle Arbeit an den einzelnen Lernbereichen findet im Rahmen unserer Morgenarbeit  oder in speziellen Deutschstunden statt.

Die vielfachen Übungen zielen auf den Erwerb des Rechtschreibgespürs. Es geht nicht um die Kenntnis der Regeln, sondern um ihre automatische Anwendung. Manchmal gibt es allerdings Kinder, denen es schwerfällt, ein sicheres Rechtschreibgespür selbstständig zu entwickeln. Für diese kann es dann eine Hilfe sein, auch die Rechtschreib-Grundregeln vermittelt zu bekommen. Das geschieht u.a. auch bei der Arbeit mit dem Lernserver (WWU Münster) und durch Trainingshefte und -bücher. Darüber hinaus werden spezielle Diagnoseverfahren durchgeführt, deren Ergebnisse eine individuelle Förderung des einzelnen Kindes gut ermöglichen.

Unterstützung für Kinder mit einer Lese-Rechtschreibschwäche (LRS)
Kennen Sie das? Ein Kind zeigte bisher durchschnittliche bis überdurchschnittliche Leistungen. Mit Schulbeginn scheitert es jedoch an minimalen Anforderungen besonders im sprachlichen Bereich: Es hat große Probleme im Lesen und Schreiben. Für diese sogenannte Leserechtschreibschwäche (LRS) gibt es sehr unterschiedliche Ursachen, die einer individuell auf das jeweilige Kind bezogenen speziellen Förderung bedürfen. Wir versuchen, Ihrem Kind zu helfen, indem wir Methoden und individuelle Förderprogramme einsetzen, die ihm ein selbstständiges und effektives Üben ermöglichen.

Für Kinder, die über einen längeren Zeitraum Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben haben, werden zusätzliche Förderstunden eingeplant. Hierbei ist es für uns eine Herausforderung, den natürlichen Humor und die Lernfreude aller Kinder zu erhalten. Eine Herausforderung, die wir gerne annehmen!

Hilfen für Kinder mit Defiziten in der deutschen Sprache (DaZ)
Kinder, die auf Grund ihrer Herkunft oder wegen einer Entwicklungsverzögerung im sprachlichen Bereich noch Defizite in der deutschen Sprache haben, benötigen dringend zusätzliche Förderung. Diese findet sowohl klassenintern als auch  klassenübergreifend in zusätzlichen Förderstunden statt. Die FörderlehrerInnen arbeiten eng mit den KlassenlehrerInnen zusammen, um die Förderschwerpunkte der Kinder gezielt in Angriff zu nehmen. Die Sprachförderung wird durch die enge Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) unterstützt, das Kindern ohne jegliche Deutschkenntnisse bis zu drei Tagen in der Woche an unterschiedlichen Grundschulen eine intensive Sprachförderung im Vormittagsbereich anbietet.

Förderkonzept

Kinder unterscheiden sich nicht nur in Bezug auf ihr Alter, ihr Geschlecht und ihre Interessen, sondern auch in ihren kognitiven, emotionalen und physischen Leistungsfähigkeiten.

Um an unserer Schule produktiv mit heterogenen Lerngruppen umzugehen und alle Schülerinnen und Schüler gemäß ihres Leistungsniveaus und Entwicklungsstandes optimal zu fördern, haben wir ein Förderkonzept entworfen, das aus drei unterrichtsorganisatorischen Bestandteilen besteht:

  • dem Lernen im Klassenverbund
  • dem eigenständigen, individuellen Lernen und
  • dem Lernen in „homogenen“ Kleingruppen

Diese drei Methoden unterscheiden sich sowohl in der Organisationsform als auch in der Zusammensetzung der Lerngruppe.

Beim Lernen im Klassenverbund beschäftigen sich alle Kinder einer Lerngruppe gleichzeitig mit einem Lernangebot. Dieses ist inhaltlich so offen und differenziert gestaltet, dass es sowohl leistungsschwächeren Schülern einen geeigneten Einstieg in das Thema ermöglicht als auch leistungsstärkere Kinder zu einer intensiven Auseinandersetzung anregt. Nach einem gemeinsamen Einstieg erfolgt eine individuelle Arbeitsphase, die mit einer Reflexionsphase für alle abgeschlossen wird.

Dieser Methode steht das eigenständige, individuelle Lernen gegenüber, das vorwiegend in der nahezu täglich stattfindenden Morgenarbeit (s.u.) umgesetzt wird.

Beim Lernen in ‚homogenen‘ Kleingruppen werden diese themen- und leistungsabhängig zusammengesetzt. Kinder, die über ein ähnliches Leistungsniveau verfügen, arbeiten in ergänzend stattfindenden Gruppen- und Förderstunden zusammen.