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Streitschlichterprogramm An unserer Schule wird seit vielen Jahren ein Streitschlichtungsprogramm als Gewaltpräventionsmaßnahme praktiziert, das entsprechend ausgebildete Schüler in die Lage versetzt, in der Pause eigenständig Konfliktsituationen ihrer Mitschüler zu besprechen und Lösungswege aufzuzeigen. Alle Kinder unserer Schule profitieren von diesem Projekt, indem sie die Möglichkeit erhalten, Streitigkeiten mit Hilfe anderer Kinder selbständig lösen zu können, ohne dass ein Lehrer davon erfährt. In der Regel werden nach den Osterferien 12 interessierte Schüler aus den dritten Schuljahren in ca. 16 zusätzlichen Schulstunden zu Streitschlichtern ausgebildet. Mit Beginn des darauf folgenden Schuljahres stehen sie ihren Mitschülern in jeder Pause als Ansprechpartner zur Verfügung. Während ihrer Ausbildung werden diese Streitschlichter aufgrund einer intensiven Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Konfliktsituationen (u. a. durch Rollenspiele) an eine positive Streitkultur herangeführt, die sie in die Lage versetzt, eigenverantwortlich Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln und zu begleiten. Die Streitschlichter helfen den Streitenden dabei, Schritt für Schritt ihren Konflikt zu klären und faire Lösungen zu finden. Eine wichtige Bedingung ist, dass die Streitenden „ihre Lösungen“ weitgehend selbständig finden, die Schlichter ihnen hierbei lediglich behilflich sind, indem sie eine Struktur zur Konfliktlösung anbieten. Die Schlichter erklären die Regeln der Streitschlichtung und achten darauf, dass diese eingehalten werde. Sie zeigen die „5 Schritte der Schlichtung“ und machen damit den Weg zum Ziel (Lösung) überschaubar. Die Streitenden bleiben dabei für ihren Konflikt und seine Lösung selbst verantwortlich. Am Ende des Prozesses steht ein Vertrag, der von beiden Konfliktparteien eingehalten werden muss. Dieses Streitschlichterprogramm fördert das soziale Miteinander der Kinder und vermittelt ihnen auf verständliche Weise die Notwendigkeit des aktiven Zuhörens und der Akzeptanz der Gefühle des anderen. Sie hilft allen Beteiligten dabei, ein „gesundes“ Selbstbewusstsein aufzubauen: Schlichter und Streitende erfahren gleichermaßen, dass sie in der Lage sind, Konflikte selbständig zu lösen.
Patenklassen An unserer Schule ist es üblich, dass die 4. Schuljahre die Patenschaft für die Schüler der neuen 1. Schuljahre übernehmen. Hierbei ist ein Grundgedanke maßgebend: Die Schulneulinge sollen einen ganz bestimmten Ansprechpartner auf dem Schulhof haben, der ihnen die Eingliederung in die neue Umgebung erleichtert und auch einmal bei kleineren Verletzungen hilfreich zur Seite steht. Schon am Einschulungstag werden die Erstklässler von den Paten mit einem Willkommensgeschenk empfangen und nach der Einschulungsfeier in den neuen Klassenraum begleitet. Zu Beginn ihrer Schulzeit werden die Schulneulinge bei Pausenbeginn von den Paten an den Klassen abgeholt, um eine Orientierung im Schulgebäude und auf dem Pausenhof zu ermöglichen. Durch die Schaffung dieser Patenschaften ist es möglich, eine Vielfalt von Aktivitäten durchzuführen, z.B. gemeinsame Bastelarbeiten, Besuch des Spiellatzes, gegenseitiges Vorlesen, gemeinschaftliches Frühstück oder auch Unterrichtsgänge beider Klassen (u.a. den Besuch des Marktes mit anschließender Herstellung eines Obstsalates) sowie gegenseitige Präsentationen von Unterrichtsergebnissen etc... Leider wetterabhängig, aber umso begehrter sind die Ausflüge mit Schlitten und winterfester Kleidung zur benachbarten Rodelwiese oder aber zur Tummelwiese im Stadtpark. Wenn die „Kleinen“ hinter ihrem Paten sitzen, der sie sicher nach unten manövriert, sind anfängliche Ängste bald abgebaut. Immer wieder finden Gemeinschaftsaktionen statt, bei denen man stets auf die Hilfe der Paten bauen kann, wenn es erforderlich ist. So ist z.B. die Unterstützung des 1. Schuljahres durch die „Großen“ bei der Gestaltung von Theaterkulissen für das Weihnachtsstück hoch willkommen. Diese wiederum sind bei der Vorführung dann besonders stolz auf ihre Patenkinder. Auch der Frühlingsanfang wird in einigen Klassen mit einem gemeinsamen Frühlingsfest begrüßt. Hierzu laden die Patenkinder ihre Viertklässler zu einem reichhaltigen Buffet ein, auf dem die Spezialitäten der Länder zu finden sind, die in der jeweiligen Klasse vertreten sind. Die Patenschaft endet mit dem Überreichen eines selbstgebastelten Freundschaftsgeschenks einige Tage vor der eigentlichen Entlassung der Viertklässler im Rahmen einer kleinen Feier.
Pausengestaltung In der Schule am Lousberg haben die Kinder an einem Schulvormittag zwei große Pausen. Die erste große Pause findet von 9.40-10.00 Uhr und die zweite Pause von 11.35-11.50 Uhr statt. An Regentagen wird die Pause in der Klasse verbracht. Es ist bereits Tradition, dass die Kinder vor der ersten großen Pause zunächst ein gemeinsames Frühstück in der Klasse einnehmen. Es besteht die Möglichkeit, wöchentlich oder monatlich Milch, Kakao, Erdbeer- oder Vanillemilch zu bestellen. Selbstverständlich können die Kinder auch eigene Getränke mit in die Schule nehmen. In den meisten Klassen wird zusätzlich Mineralwasser angeboten. Der Schulhof, der sich über drei Ebenen erstreckt und in den letzten Jahren vollkommen umgestaltet wurde, bietet den Kindern ein vielfältiges Spiel- und Bewegungsangebot. Außer den fest installierten Spielgeräten wie Tischtennisplatte, Rutschbahn, Kletterparcours und großem Kletterkarussell können die Schüler eine Auswahl an Kleingeräten wie Springseile, Pferdeleinen, Diabolos und verschiedene Bälle nutzen, die jeder Klasse zur Verfügung stehen. Eine besondere Attraktion bietet unser neu gestaltetes Fußballfeld. Auf dem großen Schulhof können die Kinder nicht nur ihren Bewegungsdrang abbauen, sondern auch Zonen der Ruhe und Entspannung finden. Gemütliche Sitzbänke animieren dazu, ein Buch zu lesen oder sich einfach mal auszuruhen. Liebevoll mit den Kindern angelegte Hochbeete und neu gepflanzte Kirschbäume sorgen für das entsprechende Ambiente und spenden Schatten in der heißen Jahreszeit. Auch das Lesen in der Schulbücherei ist in der großen Pause möglich. Hier helfen uns Eltern, die bereit sind, die Aufsicht zu übernehmen und gerne auch selbst vorlesen. Ruhe- und Erholungsphasen gehören auch zum Schulalltag, um körperlich und seelisch gesund zu bleiben. Aus diesem Grund bieten wir bei ausreichender Lehrerbesetzung einmal wöchentlich in der ersten Pause Fantasiereisen als eine besondere Form der Entspannung an. Mit Hilfe gezielter Gedanken zu einer meditativen Musik reisen die Kinder in ihre eigene Vorstellungswelt und lassen ihrer Fantasie freien Lauf. Diese „stille Pause“ermöglicht unseren Kindern, ihre innere Ruhe zu finden und neue Kräfte zu sammeln, um den anstehenden Schulalltag mit neuer Energie zu bewältigen.
Klassenfahrten Eine große Freude bereitet den Kindern eine mehrtägige Klassenfahrt in die Aachener Umgebung, die ein- bis zweimal in der Grundschulzeit stattfinden kann. Bevorzugte Ziele sind u. a. das Landschulheim in Paustenbach, die Jugendbildungsstätte Rolleferberg oder auch die Burg Monschau. Kinder und Lehrer erfahren sich auf eine neue Art und Weise im Umgang miteinander und lernen sich so besser kennen. Das Erkunden von Rollis Unterwasserwelt, in der unsere Schüler mit Sieb und Wasserbehältern versehen eine Bachexkursion unter fachmännischer Führung unternehmen, wird ihnen ebenso unvergessen bleiben wie der Besuch des Bauernhofes mitsamt neugeborenem Kälbchen oder die vielfältigen Erlebnisse, die unsere Wälder bieten. Der fachkundige Gang mit dem Förster eröffnet einen ganz neuen Blick für diese Welt. Unvergessen ist die „Waldschule“, die bei schlechtem Wetter in die Jugendherberge reist und eine ganz eigene Faszination bietet. Auch das gemeinschaftliche Gruseln bei Nachtwanderungen oder beim nächtlichen Erklimmen des Burgturmes, bevor man die herrlich-schaurige Geschichte der dort beheimateten Hexe erfährt, stärkt das Gemeinschaftsgefühl einer Klasse. Wichtige Lernprozesse sind hierbei die Trennung von zu Hause für 2 ½ Tage sowie das Übernehmen von kleinen Aufgaben und Pflichten für die Gemeinschaft. Jedoch steht die Freude an gemeinsamen Spielen und gemeinsamen Unternehmungen im Vordergrund.
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